Joomla! 2.5 auf einen Webserver installieren

 

todoDiese Anleitung basiert in großen Teilen auf der Installationsanleitung „Joomla! 1.5 auf einen Webserver installieren“ und „Joomla! 1.6 auf einen Webserver installieren“, die ich im August 2008 bzw. Februar 2011 exklusiv für die joomla-downloads.de geschrieben habe. Das Installieren von Joomla 2.5 verhält sich in vielen Punkten gleich zu den Versionen 1.5 / 1.6, zusätzlich wurden die entsprechenden Screenshots und ein alternativer FTP Client eingebaut.

Ein kleiner Hinweis zu den einzelnen Joomla! Versionen: Das Core Team von Joomla! hat sich für einen neue Update Strategie entschieden, die die einzelnen Joomla! Versionen grundsätzlich in zwei Versionen aufteilt: Es gibt sogenannte LTS (Long Term Support) mit einer Supportdauer von 18 Monaten und STR (Standard Support), die nur 7 Monate bis zur Veröffentlichung des nächsten Release supportet werden. Das soll die in der Vergangenheit häufig unzuverlässigen Release – Terminierung verhindern. Versionen, die auf eine x.5 enden sind die sogenannten Langzeitversionen, x.0 Versionen sind die Kurzversionen. Damit möchten die Entwickler neue Features in Zukunft schneller in Joomla! integrieren, um so den Anschluss an die aktuellen CMS Systemen zu behalten.
Noch ein Hinweis: Ab Version 1.6 ist das Update auf die nächst höhere Version ohne Migration möglich sein, somit entfällt die aufwendige Arbeit seine Projekte durch mühevolle Kleinarbeit für das nächste Joomla! fit zu machen.
Das Installieren von Joomla 2.5 ist wirklich einfach, und sollte, vorausgesetzt man trifft die richtigen Vorbereiten, nach wenigen Minuten (je nach Internetverbindung) erledigt sein. Das Motto „Nur nicht aufgeben, hinlegen und auf Kaffee warten“ (oder so) wirkt manchmal Wunder.

Voraussetzung:

Webspace: Nicht jeder Provider hat eine geeignete Konstellation von PHP und MySQL, bzw. eine gelungene Konfiguration dieser beiden Programme, die ein einwandfreies Arbeiten von Joomla! garantieren. Geeignete Provider gibt es jedoch zuhauf, einfach mal im Internet suchen oder hier im Forum stöbern. Ich möchte aber bewusst keinen Provider nennen, um diese Anleitung neutral zu verfassen. Joomla! 2.5 verlangt aber mindestens PHP 5.2.4 und MySQL 5.0.4 oder höher.
Kosten: 3-5 Euro pro Monat sollte einem zu Anfang die Sache wert sein, ansonsten gibt’s häufig Abstriche und Probleme. Häufig haben die kostenlosen Hoster bzw. die großen „Massenhoster“ ihre Server so konfiguriert, das sie den Wünschen und Anforderungen, gerade in Bezug auf die Sicherheit, der breiten Masse entsprechen. Eine professionelle Internetpräsenz kostet natürlich dementsprechend mehr. Hier kann einem jedoch der Provider bzw. die einschlägigen Foren weiterhelfen.
Internetverbindung: Eine bestehende Internet Verbindung setze ich voraus, DSL bzw. ADSL ist hier natürlich zu empfehlen. Entscheidend ist jedoch der Upload, je höher desto angenehmer. Ich benutze einen Kabelanschluss mit 32 Mbit/s und einem Upload von 2 Mbit/s. Das ist für das Hochladen schon mal ganz nützlich.
Programme: Ich persönlich benutze z.Zt den Firefox 10.0.2 und das Add-on FireFTP 2.0.1 bzw. FileZillaClient 3.5.3. Gibts alles kostenlos und ist in der Bedingung sehr einfach. Zum installieren vom Firefox und des Add-ons bitte die Firefox Hilfe benutzen. (URL: http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/). FileZilla gibt’s z.B. hier: http://filezilla-project.org/ . Es gibt selbstverständlich auch andere Programme, die Screenshots basieren jedoch auf dieser Software. Warum 2 FTP Programme? FireFTP ist bei der Übertragung von vielen Dateien erheblich langsamer als z.B. FileZilla. Wiederrum ist FireFTP sehr einfach in der Handhabung, einfach zu installieren und manchmal etwas besser auf dem Server einzusetzen, doch dazu später mehr.
Joomla!: Natürlich brauchen Sie eine aktuelle Joomla! Installation, am besten gleich mit den gewünschten Sprachdateien integriert. Das ist jedoch nicht zwingend notwendig, ich habe für die Anleitung das englische Original Paket verwendet und installiere im Anschluss die deutschen Sprachdateien. Es gibt jede Menge Anlaufstellen im Netz, ich empfehle die Joomla-Downloads.de, da hier immer die aktuellsten Projekte schon auf Deutsch und/oder Englisch zusammengefasst sind (URL: http://www.joomla-downloads.de/downloads/). In meinem Beispiel ist das „Joomla 2.5.1 Vollversion Deutsch für Joomla 2.5“.
Zeit: Auch eine kleine private Homepage will gepflegt werden, es gibt immer mal etwas am Aussehen zu verbessern, Erweiterungen müssen installiert und gepflegt werden usw. usw. Und es klappt meistens nie beim ersten Mal. Zum Thema Updates: Immer wieder lese ich im Forum, dass Anwender veraltete Joomla! Software einsetzen. Das ist gegenüber dem eigenen Projekt, den Usern und dem Hoster fahrlässig, da häufig Sicherheitslücken mit neueren Versionen gepatcht werden. Beispiel: Programmiercode könnte durch alte Versionen auf dem Server ausgeführt werden und somit auch viele andere Projekt gefährden oder aber viele Benutzerdaten könnten ausgelesen werden, die dann evtl. missbräuchlich behandelt werden. Daher sollte man sein Joomla! immer aktuell halten.

FireFTP einrichten

Vorweg eine Anmerkung: Wozu überhaupt FTP? Warum kann ich nicht meinen „Datei“- Explorer nehmen? „Datei“ – Explorer wie der Windows Explorer können mit Daten arbeiten, die lokal auf einer Festplatte liegen bzw. in einem lokalen Netzwerkpfad vorhanden sind. Um aber auf einem Server arbeiten zu können (was im Grunde nichts anderes ist als ein Computer, der irgendwo auf der Welt steht) braucht man ein bestimmtes Protokoll, um auf dieses Daten zugreifen zu können. Der Windows Explorer kann das im Prinzip auch, jedoch muss das ebenfalls erst eingerichtet werden, und ist nicht so komfortabel wie die speziellen Programme, die zur Verfügung stehen. Zum Schluss noch ein Hinweis: Grundsätzlich erfolgt die Datenübermittlung zum Server unverschlüsselt, bis auf das Passwort und den Benutzername.
Nach dem Start vom Browser Firefox müssen Sie das Add-on starten: (Firefox - Web-Entwickler - FireFTP) image-01
Bild1: Firefox starten und das Add-on FireFTP ausführen

Über „Create an account“ können Sie direkt Ihre Zugangsdaten eingeben. Das ist bei allen FTP (File Transfer Protocol) Programmen eigentlich immer das Gleiche, die Daten gibt’s meistens vom Provider:
Beispiel für den FTP-Zugang:
Host: „meineDomain.de“
User: „MeinBenutzerName“
Passwort: „Passwort“

Als Account Name verwende ich meine Domain, die auch auf dem Webserver liegt:

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Bild2: Die Zugangsdaten für den FTP Zugang auf dem Server

Wenn die Zugangsdaten richtig sind, können wir mit einem Klick auf „Connect“ direkt auf den Server zugreifen.

Auf dem Webserver

Je nach Server findet sich hier ein Ordner namens „html“, „htdocs“ oder ähnliches. Ein Klick auf diesen Ordner bringt Sie zu „unserem“ Webspace (hier: Das Feld ganz rechts). Alles was dort drinnen liegt, könnte zu unserem Webprojekt gehören. Ich sag extra könnte, da je nach Konfiguration auch andere Ordner und Dateien hier drinnen liegen. Ich empfehle, diese Dateien einfach dort zu lassen, außer es handelt sich um eine alte Web-Präsenz und man ist sich wirklich ganz sicher, diese löschen zu können. Aber Achtung: Dieser Vorgang kann nicht ohne weiteres Rückgängig gemacht werden.
Zu der Umgangsweise vom FireFTP: Wenn Sie noch den Norton - Commander und alle darauf folgende Programme (z.B. Windows - Commander) kennt, fällt einem der Umgang mit dem FireFTP nicht schwer. Der Arbeitsbereich ist in zwei Teile aufgegliedert: Die linke Bildschirmhälfte zeigt die Inhalte auf der lokalen Festplatte an.  Da die linke Bildschirmhälfte ebenfalls noch einmal untergliedert ist, nenne ich die ganz linke Spalte (Spalte-1) einfach mal Ordnernavigation, und die rechts daneben liegende Spalte (Spalte-2) Dateinavigation. Auf der rechten Bildschirmseite haben Sie genau die selbe Aufteilung noch einmal. Einziger Unterschied: Sie bewegen sich nicht lokal auf Ihrer Festplatte, sondern auf dem Webserver. Die linke Spalte (Spalte-3) ist wieder für die Ordnernavigation zuständig, die ganz rechte Spalte (Spalte-4) zeigt uns die Dateien an (Dateinavigation, siehe Bild3).
Jetzt erstellen Sie auf dem Server einen Unterordner, zum Beispiel „MeineWebdomain“. Dafür klicken Sie auf der ganz rechten Seite (Spalte-4) in eine freie Stelle und klicken mit der rechten Maustaste den Befehl „Create Directory“ an. Wichtig: Sie müssen vorher sicherstellen, dass Sie in der Ordnernavigation auf dem Webserver (Spalte-3) auch Ihr Verzeichnis html, htdocs oder httdocs ausgewählt haben:
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Bild3: Einen neuen Ordner auf dem Server anlegen

Ich würde einen eindeutigen, kurzen, kleingeschrieben, frei von Sonderzeichen gebildeten Ordnernamen wählen, um typische Probleme mit der Namensgebung von Ordner und Dateien auf Servern vorzubeugen. Ich habe mich für den Ordnername „joomla“ entschieden, und meine alte Joomla! 1.6 Installation in „joomla-1“ umbenannt.
Joomla! kopieren
Nachdem dieser Ordner erstellt wurde können Sie beginnen, die Joomla! Installation in diesen Ordner zu kopieren. Dafür laden Sie sich das Paket wie oben beschrieben herunter und entpacken es in einen Ordner Ihrer Wahl auf die heimische Festplatte. Danach können Sie über die linke Fensterseite im FireFTP über den Button „Browse“ diesen Ordner öffnen. In meinem Beispiel ist das „O:\ Joomla_2.5.1-Stable-Full_Package“:
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Bild4: Lokal das entpackte Joomla Paket anzeigen

Nun müssen Sie alle Dateien und Ordner, die sich in den oben angezeigten Ordner befinden markieren und mit einem Klick auf den grünen nach rechts gerichteten Pfeil das Kopieren auf den Server beginnen. Aber Achtung: Sie müssen sicherstellen, dass auch wirklich der richtige Zielordner ausgewählt wurde. So wie in dem Beispiel wird auf der rechten Seite der leere Inhalt des Ordners „/html/joomla“ angezeigt. Somit kopiert FireFTP die Dateien in den richtigen Ordner: image-05
Bild5: Die Installationsdateien markieren und auf den Server in das erstellte Verzeichnis kopieren

So, jetzt ganz entspannt eine oder zwei Tassen Kaffee (oder Tee) trinken, da es gilt ca. 4812 Dateien auf den Server zu schaufeln. Das kann je nach Internetverbindung  auch mal eine Stunde dauern! Also sollten Sie Ruhe bewahren (oder das nächste Kapitel lesen).
Wenn das geschafft ist, haben Sie den ersten schwierigen Teil abgeschlossen und unsere Joomla! Dateien liegen schon einmal auf dem Server:
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Bild06: Alle Dateien wurden lokal von der Festplatte in das entsprechende Verzeichnis auf dem Server kopiert.

FileZilla verwenden
Der große Nachteil vom FireFTP ist seine Geschwindigkeit. Eine komplette Joomla! Installation braucht wirklich schon mal eine Stunde, das hängt mit dem Cachen der vielen Dateien zusammen. Es gibt mit FileZilla jedoch ein Tool, welches die Dateien etwas anders beim Transport verarbeitet, und somit wesentlich schneller arbeitet. Die Schritte dazu sind letztendlich die gleichen, ich beschreibe lediglich das einrichten des Programms.
FileZilla starten:
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Bild07: FileZilla direkt nach dem Start.

Die Aufteilung des Bildschirms ist etwas anders, da die einzelnen Funktionen standardmäßig nur in 2 Spalten aufgeteilt sind. Um eine Navigation analog zum FireFTP herzustellen, einfach über Ansicht – Lokaler - bzw. Server - Verzeichnisbaum entsprechende Ansicht auswählen. Um das etwas zu verdeutlichen habe ich die einzelnen Felder (Ordnernavigation und Dateinavigation, Lokal sowie auf dem Server) wieder mit den Zahlen 1- 4 beschriftet:
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Bild08: Die Aufteilung des FileZilla Clients analog zum FireFTP.

Das Einrichten, um auf einem Server arbeiten zu können, geschieht folgendermaßen:
Über Datei > Servermanger… kann mit einem Klick auf „Neuer Server“ ein neues Profil  erstellt werden.  Das FileZilla das Server nennt, ist etwas verwirrend, sollte uns aber nicht beeindrucken.
Als Servername nehme ich „deltapapa“, den ich direkt nach dem Klick auf „Neuer Server“ eintragen kann. Auf der rechten Seite des Dialogfeldes können die Benutzerdaten eingegeben werden. Als „Server“ verwenden sie meistens ihre Domain, in meinem Fall www.deltapapa.de. Als „Servertyp“  nehmen wir natürlich „FTP – File Transfer Protokol“. „Verbindungsart“ wechseln wir von „Anonym“ auf „Normal“. Es gibt FTP Server, auf denen kann man sich ohne Benutzername und Passwort anmelden, dort würde man „Anonym“ wählen. Benutzername und Passwort gibt’s vom Provider. Ein Klick auf „Verbinden“ und schon sollten wir online auf dem FTP – Server sein.
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Bild09: Konfiguration des FileZilla Clients

Der Rest funktioniert analog zum FireFTP: Daten lokal auf der Festplatte auswählen, markieren und in das richtige Verzeichnis auf der Festplatte hochladen.
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Bild10: FileZilla lädt die vielen Dateien sehr schnell auf den Server

Brauche ich FireFTP überhaupt noch? Ich nutze es häufig, um aus dem Browser heraus schnell einmal eine Datei zu löschen, kopieren, umbenennen oder ähnliches. Des Weiteren ist es mir schon manchmal passiert, das Dateien, die auf dem Server lagen und die ich aus irgendwelchen Gründen nicht mehr löschen konnte, sich nur noch mit FireFTP löschen ließen.

Joomla Installation starten

Jetzt müssen Sie das Ganze noch installieren: Dafür brauchen Sie auf jeden Fall die Zugangsdaten für Ihre MySQL Datenbank. Die gibt’s wieder vom Provider und können so aussehen:

Die Datenbank „sql_ MeinBenutzerName _1“ wurde eingerichtet. Sie erhalten Zugriff über
den MySQL-Benutzer „ MeinBenutzerName „. Als Host verwenden Sie bitte „localhost“. Ihr
Passwort lautet „Passwort“.

Ich gehe mal davon aus, das es eine neue Installation ist, und die Datenbank auch leer ist. Wenn nicht, sollte man sich über seinen Provider via phpMyAdmin auf der Datenbank Benutzeroberfläche einloggen und die Datenbank ggf. leeren bzw. eine neue Datenbank anlegen. Aber Achtung: Änderungen an den Datenbanken sind unwiderruflich, am besten man fertig mit phpMyAdmin gleich einen SQL Dump (Datenbanksicherung) an. Damit kann man seine Tabelle im schlimmsten Fall immer wieder zurücksichern.
Jetzt aber weiter, Sie müssen nun über Ihren Webbrowser die Installationsroutine von Joomla! aufrufen. Das geht folgendermaßen:
„www.meineDomain.de/meinJoomlaOrdner“
Mein Beispiel: http://www.deltapapa.de/joomla
Der letzte Teil des Aufrufs,  „/installation/index.php“  wird automatisch ausgeführt, sie können ihn zum installieren vernachlässigen bzw. braucht dieser nicht extra mit angeführt werden.
Und natürlich alles ohne Anführungsstriche. Beachten Sie bitte: Zu diesem Zeitpunkt  müssen Sie jetzt noch unbedingt Ihren eigenen Ordner mit angeben, da ansonsten der Server die aufzurufende Datei nicht finden kann!
Zum weiteren Verständnis: Wenn Sie Ihre Domain aufrufen (www.deltapapa.de), wird in dem Ordner html, htdocs oder httdocs nach einer Datei gesucht, die auf den Namen „index.htm“ oder „index.html“ oder „index.php“ hört. Wenn nichts gefunden wird, wird auch nichts angezeigt. Da Sie Ihr Joomla ja in einen Unterordner kopiert haben, sehen Sie bei dem Aufruf der reinen Domain auch nichts. Sie müssen später dafür sorgen, dass beim Aufruf der Domain Ihr Server direkt in Ihren Joomla! Ordner guckt, das schaffen Sie über eine Umleitung. Entweder über eine index.html, die Code für ein Weiterleitung enthält, oder über Ihre Provider-Oberfläche, z.B. Confixx oder Plex. Dort gibts meistens unter Einstellung die Möglichkeit, seine Domain direkt in einen Ordner weiterzuleiten. Bitte dafür direkt die Provider Dokumentation in Anspruch nehmen. Natürlich können Sie auch jedes Mal Ihren Unterordner mit angeben, jedoch wird dann wahrscheinlich kein Internetuser Ihre Seite je finden, da die ja nur Ihre Domain nicht aber diesen Unterordner kennen.
Warum also nicht direkt die Joomla! Dateien in den html/htdocs bzw. httdocs Ordner kopieren? Ganz einfach: So lange wie Sie nur eine Webprojekt verwalten, ist das ganz einfach und auch übersichtlich, aber sobald eine zweite oder dritte Seite dazukommt, wird es sehr schnell unübersichtlich auf dem Webserver. Mit der Installation in einen Ordner, verbunden mit einer Weiterleitung, können Sie Ihre Webpräsenzen viel besser verwalten. Als Beispiel die Neuinstallation von 1.6.x auf 2.5.x, ich kann den alten Ordner einfach umbenenne und jederzeit wieder herstellen, ohne gleich alles zu löschen.
Wenn alles geklappt hat, sehen Sie nun folgendes Fenster:
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Bild11: Beginn der Installation und Auswahl der Sprache (Schritt 1)

Hier können Sie eigentlich nicht viel machen, außer Ihre bevorzugte Sprache auswählen. Ich wähle German (DE-CH+AT). Mit einem Klick auf „Weiter“ geht’s zum nächsten Schritt.

Installationsprüfung:
Hier wird eine Installationsprüfung durchgeführt. Wie in meinem Beispiel ist mein Provider Joomla optimiert, alle Mindestvoraussetzungen sind erfüllt:
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Bild12: Installationsprüfung und Empfohlene Einstellungen (Schritt 2)

Sollten Probleme im späteren Einsatz von Joomla! unterbunden werden, ist es sehr wichtig, dass alle Einstellungen des Webservers Joomla! bzw., CMS optimiert sind. Sollten hier schon Einschränkungen auftauchen, ist davon auszugehen, dass Ihr Joomla! immer ein bisschen „rumzicken“ wird. Beispiel ist das wwwrun Problem. Näheres finden Sie in jedem Joomla Forum, wie z.B. www.joomla-downloads.de/forum. Dort existieren auch Anleitungen, die helfen ein Joomla! auf einen sogenannten wwwrun – Server zu installieren. Sollten die Mindestanforderungen erfüllt sein, gehts mit einem Klick auf „Weiter“ zum nächsten Installationsschritt.

Lizenz:
Eigentlich gibt’s hierzu nicht viel zu sagen, jedoch sollte jeder interessierte Joomla Nutzer sich die Lizenz Bedingungen einmal durchgelesen haben:
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Bild13: Lizenzbedingungen nach GPL (Schritt 3)

Datenbank konfigurieren:
So, jetzt kommen Sie zu dem Herzstück eines CMS, der Datenbank bzw. der Datenbank Anbindung. Wie schon weiter oben beschrieben, benötigen Sie die Zugangsdaten für Ihre MySQL Datenbank.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass es sich um eine MySQL Datenbank handelt. Bei Joomla! 2.5 kann man zwischen MySQLi und MySQL. Der Unterschied:  MySQLi ist der Nachfolger des PHP-Modules MYSQL, welches die Schnittstelle zwischen PHP und MySQL-Datenbanken ist.
Der Servername ist wie in diesem Beispiel häufig „localhost“. Der Benutzername ist manchmal „root“ (Standartbenutzer), den sollte Sie jedoch ändern, bzw. ändern lassen. Bei einer lokalen Testumgebung wie z.B. Xampp, ist in der Grundinstallation der Zugangsname zur Datenbank „root“. Ihren Benutzername erhalten Sie meistens vom Provider, der wird beim Einrichten des Webpaketes vorgegeben, außer Sie verwalten selber einen Server mit der entsprechenden Software. Das Passwort wird ebenfalls vergeben und erhalten Sie von ihrem Provider. Der Datenbank Name wurde wahrscheinlich ebenfalls von Ihrem Provider vergeben und kann meistens nicht geändert werden:
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Bild14: Konfiguration der Datenbank (Schritt 4)

Jetzt wird’s nochmal spannend: Wenn sie den Datenbank Namen ihrer MySQL Datenbank nicht wissen, loggen Sie sich einfach über ihren Provider in phpMyAdmin ein und vergewissern Sie sich:
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Bild15: Datenbankname herausfinden mit phpMyAdmin

Noch mal zu den Datenbankeinstellungen während der Installation: Die Datenbank sollte möglichst, so wie in meinem Beispiel, leer sein um die Tabellen für Ihre Joomla! Installation aufzunehmen. Joomla! verwendet für seine Tabellen ein Präfix, dieser wird ab Joomla! 1.7 zufällig bei der Installation vergeben. Mit dem Präfix könnten Sie auch eine Datenbank für verschiedene Projekte nutzen, der Übersichtlichkeit halber ist das jedoch weniger zweckvoll. Unter „Erweitert“ können Sie somit ihre eigenen Präfixe anlegen, um so mehrere Joomla Installationen voneinander zu trennen. Ganz unten in den Einstellungen können vorhandene Tabellen gesichert oder gelöscht werden. Gesicherte Tabellen erhalten dann einfach ein anderes Präfix und verbleiben in der Datenbank.
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Bild16: Sollen alte Tabellen gelöscht oder beibehalten werden?

So, wenn alle Daten korrekt eingetragen sind, wird Joomla diese mit einem Klick auf „Weiter“ überprüfen. Sollte die Installationsroutine keinen Kontakt zur Datenbank aufnehmen können, müssen sie Ihre Daten nochmals überprüfen.


FTP Layer:
Im nächsten Schritt können Sie einen Joomla eigenen FTP Benutzer anlegen. Dieser FTP Benutzer hat erst mal (fast) nichts mit ihrem FTP Zugang auf dem Server zu tun, sondern bietet uns die Möglichkeit, unter Joomla! Server Dateioperationen durchzuführen, die die nötigen Benutzer - Rechte für eine einwandfreie Arbeitsweise unseres Joomla! ermöglichen. Zum Verständnis: Es gibt Server Konfigurationen, dort ist es nicht ohne weiteres Möglich, neue Plugins, Dateien oder ähnliches direkt unter Joomla! zu installieren. Die mit Joomla! erstellten oder kopierten Dateien auf unserem Server haben schlichtweg die falschen Rechte (wwwrun Problem, PHP Safe Mode on). Dieses Problem können Sie umgehen, indem Sie hier einen FTP Benutzer erzeugen, der die Notwendigen Dateioperationen erledigen kann. Ein gut konfigurierter Server, von einem empfehlenswerten Provider, umgeht diese ganze Problematik jedoch meistens. Der eingetragene FTP Benutzer muss natürlich Zugang via FTP auf dem Server haben.
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Bild17: Einen FTP Benutzer anlegen

Folgende Einstellungen können eingetragen werden:
FTP Benutzer: Benutzername wie im FTP Programm oder für WebFTP
FTP-Benutzer: Passwort wie im FTP Programm oder für WebFTP
FTP-Root-Pfad: Der Pfad, auf den der FTP User zugreifen soll, in meinem Beispiel /html/deltapapa
Die erweiterten Einstellungen können für eine normale Standartinstallation beibehalten werden. Ich habe mich nun aber für eine Installation ohne die Einrichtung eines FTP Benutzer entschieden. Dies kann auch jederzeit im Administrator Backend nachgeholt werden.

Hauptkonfiguration:
Im nächsten Schritt können Sie noch einige sehr wichtige Einstellungen für Ihr Joomla tätigen:
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Bild18: Hauptkonfiguration der Joomla Installation (Schritt 6)

Die meisten Einstellungen sind völlig selbsterklärend bzw. auf der linken Seite sehr gut beschrieben. Wichtig ist die E-Mail Adresse und das Administratoren Passwort. Mit der E-Mail Adresse hält unser Joomla! Kontakt mit uns. Beispiel: Ein neuer Gästebuch-Eintrag wird angekündigt, oder ein vergessenes Zugangspasswort wird  an den eingetragenen Nutzer versendet. Das Administrator - Passwort ermöglicht den Zugang in unser Joomla! - Backend. Machen Sie es Hackern nicht zu leicht. All diese Daten können jedoch später ohne Probleme wieder geändert werden
Jetzt kommen die Beispieldateien: Es wird empfohlen, die Beispieldaten mit zu installieren
Wie das Ganze funktioniert wird ebenfalls sehr ausführlich im Text beschrieben.  Unter „Erweiterte Einstellungen (optional)“ können Sie noch einige Meta Angaben und Beschreibungen zu Ihrer Webseite machen, die sind für Suchmaschinen wichtig um die Seite katalogisieren zu können.
Weiterhin können Sie ab Joomla! 2.5.0 dort angeben, ob die Seite nach der Installation „offline“ sein soll. Es wird dann beim Aufrufen der entsprechenden Webseite nur ein Login – Bereich angezeigt.

Abschluss der Installation:
Im weiteren Verlauf der Installation wird der Abschluss der Joomla Installation durchgeführt:
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Bild 19: Abschluss der Installation

Wenn Sie soweit gekommen sind, ist schon fast alles gut. Jetzt muss lediglich noch der Installationsordner vom Server gelöscht werden, um eine erneute Installation durch einen gezielten Aufruf zu verhindern. Ab Joomla! 1.7 kann das ganz einfach durch einen Klick beim Abschluss der Installation gemacht werden.
Sobald der Ordner gelöscht ist, und Sie Ihre Domain mit dem entsprechenden Ordner aufrufen, sollte jetzt folgendes Bild erscheinen:image-20
Bild 20: Der erste Aufruf der Website mit dem Default-Template „ Beez2“

Somit ist Ihr Joomla! jetzt installiert und es können die eigentlichen Arbeiten und Einstellungen zur Gestaltung der Homepage beginnen.

Weiterleitung in einen Unterordner
Wie weiter oben schon erwähnt, findet niemand Ihre Homepage, da die index.php ja in einem Unterordner liegt. Sie müssen jetzt sicherstellen, dass beim Aufruf Ihrer Domain direkt in diesen Unterordner zugegriffen wird. Dazu loggen Sie sich über Ihren Provider in die entsprechende Konfiguration Software ein:
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Bild 21: Via Confixx die Domain in einen Ordner umleiten

Hier können Sie jetzt für jede Ihrer Domain einen Ordner benennen, auf den beim Aufruf der Domain zugegriffen wird.

Der erste Joomla! 2.5 - Backend Besuch:

Und, wie geht’s jetzt weiter? Als erstes sollte man dem Backend einen kleinen Besuch abstatten, und evtl. die Sprache auf Deutsch umstellen, sollte man das Original Paket runtergeladen haben. Dazu in die Adresszeile des Browsers „www.ihreDomain.de/administrator“ eingeben, bei mir ist das also (nachdem ich die Domain direkt in den Unterordner umleite) „www.deltapapa.de/administrator“. Es erscheint das Login für das Backend:
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Bild 22: Joomla!2.5.1 Backend Login

Hier müssen Sie jetzt die Daten eingeben, die Sie in Schritt 6 (Hauptkonfiguration) vergeben haben. Nach einem Klick auf „Log in“ landen Sie direkt im Backend:
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Bild 23: Der erste Besuch im Joomla! Backend

Nach einem Klick auf „Extension Manager“ können Sie beliebige Erweiterungen, Plugins, Module oder Sprachen installieren. Wenn Sie das Deutsche Sprachpaket für Joomla! 2.5 von jGerman.de runtergeladen haben, können Sie es hier direkt in ihr Joomla! einbinden:
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Bild 24: Im Extension Manager können beliebige Erweiterungen hochgeladen werden

Nachdem die Sprachen „upgeloadet“ wurden, müssen wir diese nun noch als Standard-Sprache auswählen. Dazu wählen Sie unter „Extensions > Language Manager“ German als Default Sprache aus (einfach auf den Stern klicken!)
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Bild 25: Der Language Manager in Aktion

Damit ist die Installation abgeschlossen und nun wünscht das Team von joomla-downloads.de viel Spaß mit Ihrem neuen Joomla 2.5

  • Samstag, 25 Februar 2012