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Thema: Joomla und der angeblich schlechte Support  (Gelesen 1877 mal)
« am: Februar 21, 2010, 18:55:22 »
webguerilla Offline
Joomla Einsteiger

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Hallo zusammen,

ich finde der Artikel (http://www.joomla-downloads.de/inteam/joomla-und-der-angeblich-schlechte-support.html) trifft die aktuelle Situation ziemlich gut.
Für mich persönlich spielt aber noch ein weiterer Punkt eine sehr wichtige Rolle:

Die Tatsache, dass "Anfänger" selbst kostenpflichtige Joomla Dienstleistungen anbieten und die Lösungen für Ihre Probleme in den Foren erfragen. Ich habe schon erlebt, dass Leute nicht wissen, wie man eine Kleinigkeit in einem (HTML) View ändert und im selben Thread sogar schreiben, dass diese Änderung für ein Kundenprojekt nötig ist. Das solchen Leuten dann oft noch weitergeholfen wird, kann ich einfach nicht nachvollziehen.

Auf der anderen Seite weiß sogut wie jeder Anwender, wie ein Hinweis auf dem Urheber in einer Komponente oder in einem Modul entfernt wird...

Zudem bekomme ich (als Komponententwickler) immer wieder per E-Mail Support Anfragen, obwohl direkt neben der E-Mail Adresse steht, dass Support nur im Forum geleistet wird. Wenn diese dann nicht beantwortet werden, gibts oft direkt negative Bewertungen für die entsprechende Komponente...

Irgendwas passt da meiner Meinung nach nicht zusammen :-)
Ich denke, dass vielen einfach nicht klar ist, dass die Entwickler und Supporter alle Arbeit in Ihrer Freizeit erledigen. Vielleicht muss dieser Umstand zur Besserung der Situation deutlicher kommuniziert werden.

Viele Grüße
Marco
« Letzte Änderung: Februar 21, 2010, 18:58:29 von webguerilla » Gespeichert

« Antworten #1 am: Februar 21, 2010, 19:29:22 »
DietmarH Online
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Die Tatsache, dass "Anfänger" selbst kostenpflichtige Joomla Dienstleistungen anbieten und die Lösungen für Ihre Probleme in den Foren erfragen.
Dagegen wäre grundsätzlich nicht viel einzuwenden, wenn die Fragen ein Niveau hätten, das so eine Dienstleistung rechtfertigt. Kein Mensch, egal wieviel Erfahrung er hat, kann alles wissen. Wenn jemand bei einem speziellen Joomla-Problem nicht weiterkommt, habe ich kein Problem damit, wenn ein Profi auch mal Fragen stellt.

Wenn diesem "Profi" aber die rudimentärsten Kenntnisse fehlen, soll er sein Geld besser als Gärtner oder Aushilfsstraßenkehrer verdienen als Kunden um ihr Geld zu betrügen. So etwas unterstütze ich nicht.

Zitat
Zudem bekomme ich (als Komponententwickler) immer wieder per E-Mail Support Anfragen, obwohl direkt neben der E-Mail Adresse steht, dass Support nur im Forum geleistet wird. Wenn diese dann nicht beantwortet werden, gibts oft direkt negative Bewertungen für die entsprechende Komponente...
Das muß eine gute Komponente abkönnen Zwinkernd

Billige Abhilfe: Privatsupport gegen angemessenes Geld anbieten. Ich bekomme auch regelmäßig private Anfragen, und auf den Hinweis, daß ich das gern übernehme, aber daß individueller Support XX € kostet, herrscht sofort wieder Stille. Von 50 Anfragen führt vielleicht eine zu einem Auftrag.
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« Antworten #2 am: Februar 21, 2010, 19:51:06 »
Lion25 Offline
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Ich persönlich muss sagen, daß der Support hier erste Klasse ist. Ich denke ich kann das mit am besten beurteilen, da ich sehr gut zwischen den Zeilen lesen kann und weiß daß ich so machen mit wohl einigen Fragen wahnsinnig auf die Nerven ging. Dies lag auch in der Tat daran, daß ich mir selbst den größten Druck machte und die erste Zeit einfach nicht begreifen konnte ( wollte ), daß man Joomla nicht über Nacht lernt. Es ist in der Tat ein sehr komfortable Alternative aber halt auch am Anfang komplex, die wenn man denn einiges an Erfahrung gesammelt hat, im Vergleich zur herkömmlichen HTML- Programmierung, sehr schnell zum gewünschten Ziel führen kann. Ich schließe mich dem Vorschreiber an, daß egal wieviel Erfahrung man hat, man nicht alles beherschen kann, dafür ist die Branche einmal zu schnell und zum anderen zu umfangreich. Das meiste was mir zum Beispiel manchmal ganz einfach die Arbeit erschwert, ist daß ich mich plötzlich um ein Netzwerkproblem eines Kunden kümmern muß und ich somit komplett aus der Materie gerissen werde. Joomla ist speziell wenn es noch nicht ganz in Fleisch und Blut übergegangen ist, eine Angelegenheit der Konzentration und nicht etwas was man beiläufig lernen sollte. Dieses Forum bietet jedem ernsthaft interessierten Anwender die Möglichkeit auf die beste Art zu lernen: Learning by doing! Ich weiß, und dafür entschuldige ich mich bereits jetzt schon, daß ich dem Forum hier noch die ein oder andere nervige Frage stellen werde.
Aber ich möchte an dieser Stelle mich bei allen Beteiligten dafür recht herzlich für die bisher geleistete Unterstützung bedanken und hoffe, daß ich langsam auch mal etwas zurückgeben kann.


Gruß,

Lion
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Gruß,
Jens
« Antworten #3 am: Februar 21, 2010, 20:17:19 »
webguerilla Offline
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Das professionelle Dienstleister Fragen stellen dürfen (und auch beantwortet bekommen  Smiley ) finde ich in Ordnung, sofern der Dienstleister sich auf irgendeine Weise in der Community engagiert. z.B. kleine Module oder Komponenten frei zu Verfügung stellt oder eben auch Support liefert. (Den Begriff Community würde ich dabei auf die Open Source Community ausweiten und nicht allein auf Joomla beziehen.)

Wobei ein Dienstleister grundsätzlich auch ein bisschen recharchieren können sollte und bei dem Umfang an bereits gestellten Fragen kommt man meistens schnell zu einer Lösung.

@Lion
Ohne "nervige" Fragen würde es wohl viele Foren wahrscheinlich garnicht geben :-) und lernwilligen Anfängern hilft man ja auch gerne!

Das man mit Joomla schneller gute Ergebnisse erzielt, ist sicher richtig. Allerdings bin ich der Meinung, dass man zumindest ein bisschen mit HTML und PHP herumexperimentiert haben sollte, bevor man sich an ein Content-Managment-System ranwagt. Dies Hilft meiner Erfahrung nach auch, um das ganze System besser zu verstehen und spart somit bei der Findung von Problemlösung eine Menge Arbeit und ggf. auch Frustration.

Viele Grüße,
Marco
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« Antworten #4 am: Februar 21, 2010, 20:37:46 »
Lion25 Offline
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Ich stimme Dir da voll und ganz zu, ich hatte mit HTML angefangen, leider überwarf sich das dann mit meiner Enddeckung von Joomla. Zu dem Zeitpunkt hatte ich allerdings schon ein paar Grundkenntnisse, die mir doch hilfreich sind manchmal, um einen Fehler schneller lokalisieren zu können. Joomla hilft mir auch dabei meine HTML- Kenntnisse weiter zu vertiefen. Aber von Modulen und Komponenten entwickeln bin ich noch ne ganze Ecke wech. Ich glaube so etwas machste auch eher dann, wenn Du Dir selbst denkst das wäre jetzt gut wenn es das gäbe.

Gruß,

Jens
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Gruß,
Jens
« Antworten #5 am: Februar 21, 2010, 20:53:57 »
Jan Offline
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Nabend zusammen

Die Frage nach kostenlosen Support für kommerzielle Anbieter hatten wir zum Beispiel letztes Jahr unter...

http://www.joomla-downloads.de/inteam/kostenloser-support-fuer-kommerzielle-joomla-dienstleister.html

Viele Anfragen dieser Art sorgen wirklich schnell für einen stark erhöhten Blutdruck. Aber ich habe mir irgendwann die Frage gestellt wie vielen anderen, nicht kommerziellen Anwendern man ebenfalls mit einer Antwort hilft. Das quasi die Frage an sich wichtiger ist als die Person die sie stellt. Aber wie man das hält muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

Gruß Jan
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Ausdrücklich kein Support über das private Nachrichtensystem, Mail oder Telefon! [Warum?]
« Antworten #6 am: Februar 21, 2010, 20:57:38 »
webguerilla Offline
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Ich denke Grundkentnisse sind vollkommen ausreichend. Es geht darum, zu verstehen, wie das HTML Grundgerüst aufgebaut ist und z.B. wie man Texte formatiert.

Bei mir war es auch so, dass meine Webseiten erst mit Joomla richtig gut wurden. Ich habe davor zwar auch schon viel mit PHP experimentiert, aber wenn man immer alle Funktionen selbst implementieren muss, hat man fast keine Zeit für die eigentlichen Inhalte.

Komponenten und Module entwickeln muss man meiner Meinung nach nicht können, um eine Homepage mit Joomla zu erstellen. Für jemanden, der eine Homepage nur Hobby mäßig betreibt, ist es einfach zu viel Aufwand... Es ist natürlich nicht unmöglich, aber man muss schon sehr viel Zeit investieren. Und auch hier gilt: Erst kleine unabhängige Programme zu schreiben, bevor man sich an Joomla Komponenten heranwagt. Wobei man bei der Komponentenentwicklung ohne Grundkentnisse wohl sehr schon selbst merkt, dass man nicht wirklich weiter kommt :-)
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« Antworten #7 am: Februar 21, 2010, 21:39:41 »
Lion25 Offline
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Naja , ich habe schon vor am Ball zu bleiben, auch wenn ich mit meiner Seite fertig bin. Erstens weil es nicht zur Verblödung beiträgt zweitens, weil ich auch zu den Menschen gehöre, die irgendwie Spaß daran gefunden haben. Bei puren HTML habe ich die Erfahrung gemacht bzw. erging es mir so, daß aufgrund der vielen Zeichen, Codes usw. einem sehr schnell der Schädel brummte und man irgendwann auch nichts mehr auf dem Bildschirm sah. Joomla hat den Vorteil, daß das halt nicht so ist. Drittens möchte ich es schon irgendwann auch professionell mal anbieten.
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Gruß,
Jens
« Antworten #8 am: Februar 21, 2010, 21:49:18 »
DietmarH Online
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Aber ich habe mir irgendwann die Frage gestellt wie vielen anderen, nicht kommerziellen Anwendern man ebenfalls mit einer Antwort hilft.
Die Frage habe ich mir auch oft gestellt, und wir haben sie auch intern diskutiert. Ich bin für mich zu dem Schluß gekommen, daß Hilfe dann kein Problem ist, wenn sie der Aufgabe angemessen ist. Ein Anfänger darf Probleme mit HTML und CSS haben, aber wenn jemand völlig ohne Kenntnisse diese Dienstleistung verkauft, halte ich das für Betrug am Kunden. Das unterstütze ich nicht. So jemand darf mit Fragen nach sehr versteckten Funktion oder der API kommen oder nach Lösungen suchen, die bei Joomla nur mit einem Trick funktionieren, aber das Basiswissen, das jeder in diesem Job braucht, egal ob er reines HTML oder ein CMS anbietet, muß einfach vorhanden sein, sonst ist so ein Job genau so unredlich wie ein Job als Taxifahrer, wenn man weder Autofahren kann noch einen Führerschein hat.

Das Hauptproblem hast du aber voll getroffen: Von den vielen Hilfesuchenden bleibt so gut wie keiner, um selbst zu helfen. Ich habe irgendwann in 2007/2008 die Lust verloren, die immer wieder gleichen Fragen zu beantworten, und dabei ist mir sicher auch die eine oder andere pampige Antwort rausgerutscht, vor allem, wenn ich die Antwort im selben Forum und am selben Tag bereits gesehen hatte. Inzwischen fällt mir aber auf, daß es nicht nur mir so geht, sondern den meisten Supportern. Viele Anfängerfragen bleiben einfach unbeantwortet. Grundsätzlich ist das kein Problem, denn die Antworten gibt es dutzendfach und sie wollen nur mit der Suche gefunden werden, aber früher kam dann wenigstens noch ein Hinweis auf eine Fundstelle. Die Anfänger-Supporter-(oder Supporter-Anfänger?)-Generation ist komplett weggebrochen. Joomla-Downloads ist die große löbliche Ausnahme, wo noch konstruktive Antworten zu solchen Fragen kommen, aber sie kommen nicht von den "angelernten" Newbies, sondern von den alteingesessenen Supportern mit bewundernswertem Durchhaltevermögen. Wenn die irgendwann aus privaten, familiären oder sonstigen Gründen die Lust verlieren, sieht es dunkel aus für den einfachen Einstieg in Joomla.
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« Antworten #9 am: Februar 21, 2010, 22:22:58 »
ITPulse Offline
Joomla Newbie

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Hallo,

Ein guter Artikel. Ich habe nicht gewusst das es bei der Joomla Community dieses Problem gibt. Aber scheinbar ist das ein allgemeines Problem von Communities in der aktuellen Zeit. Etwas ähnliches kann ich auch beim Menalto Gallery2 Projekt beobachten.

Ich meine, dass viele IT-Dienstleister der "alten Schule" von Opensource profitieren und dies auch in z.B einer Form als Supporter zurück geben. Aber wie das bei den Neueinsteigern ist kann ich leider nicht beantworten.
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