Ist OpenSef noch zu empfehlen und was gibt es für Alternativen? |
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Geschrieben von Jan am Montag, 19. November 2007 in News, Komponenten und Module
 Schaut man sich die Entwicklung der letzten paar Monate an sollte diese Frage durchaus erlaubt sein. Obwohl es sich um eine der bekanntesten und beliebtesten Komponenten für Joomla handelt stehen alle Räder still. Zwar gab es einen kleinen Hoffnungsschimmer als Joomlatwork sich das Pferd in den Stall stellte - unter Zusammenarbeit mit Ken McDonald damals - aber danach herrschte recht schnell Funkstille. Die angekündigte neue Projektseite erschien nicht und man darf sich Fragen wie die Zukunft aussieht. Die Entwicklung für Joomla 1.0.x dürfte komplett still stehen, laut eigenen Aussagen von Richard hat er aus persönlichen Gründen kaum Zeit. Das ist auch absolut legitim, wird aber problematisch wenn sonst niemand vorhanden ist der diesen Ausfall kompensieren könnte. Schaut man sich die derzeitige Situation realistisch an kann man quasi sagen das wir wieder am Anfang sind, kurz nach dem Abschied von Marko Schmuck. Und so sollte man die Frage stellen was passiert wenn eine Sicherheitslücke in OpenSef bekannt wird? Kleinere Fehler könnten sicherlich auch von Außenstehenden bereinigt werden. Geht es in die Tiefen der Komponente selbst sieht die Sache bestimmt ganz anders aus. Nicht umsonst fand sich bisher kein Team das die Weiterentwicklung übernehmen würde. Also wäre es Zeit sich Gedanken über die Zukunft zu machen und die Frage zu stellen. Ist OpenSef noch zu empfehlen? Und was für Alternativen gibt es? Deshalb schauen wir uns heute sh404SEF etwas genauer an. Werni bietet dazu passend gleich noch eine Anleitung zur Installation und ersten Konfiguration.
Eine Komponente die das nötige Potenzial dazu hätte wäre auf jeden Fall sh404SEF. Sie bietet fast identische Funktionen und unterstützt neben Joomla selbst auch immer mehr Fremdkomponenten. Von Hause aus dabei sind unter anderem DocMAN, Sobi2, VirtueMart, FireBoard, Remository, der CommunityBuilder und noch einige mehr. Außerdem bietet sh404SEF die Möglichkeit mit eigenen Plugins zu erweitern, und unterstützt teilweise auch die bekannten "sef_ext.php" Dateien für OpenSef. Das Backend wirkte bis zur neun RC1 etwas unaufgeräumt. Durch die Tatsache das sich viele Funktionen sehr fein bestimmen lassen werden leider auch jede Menge Optionen angezeigt. Die Anordnung der Komponenten untereinander tut dann ihr Übriges und lässt vor allem Einsteiger schnell ohne Orientierung dastehen. Dieser Punkt wurde aber in der aktuellen RC1 sehr gut gelöst und werden erst bei ausdrücklichen Wünsch eingeblendet.
Die Optionen lassen kaum einen Wunsch übrig und erlauben sogar einen Betrieb ohne "modrewrite". Von großen Vorteil ist zum Beispiel die 301-Weiterleitung wenn Nutzer über nicht freundlichen Adressen auf die Seite kommen. Auch lässt sich sehr fein einstellen wie die Adressen gebildet werden sollen und erlauben das Ausblenden einzelner Teile (Section, Categorie). Im Gegensatz zu OpenSef müssen Artikel nicht erst einmal aufgerufen werden damit die Adresse generiert wird. Ein großer Pluspunkt für das sh404SEF. Der eingebaute Cache ist eine sinnvolle Ergänzung und sorgt dafür das die freundlichen Adressen ohne große Belastung für den Server generiert werden. Neu in der RC1 sind außerdem noch das automatische generieren der Meta-Angaben und das Zufügen von h1 und h2 Angaben.
Der krönende Abschluß sind sicherlich die neuen Sicherheitsfunktionen. So lassen sich massenhafte Anfragen per "anti-flood" blocken, und sorgen dafür das durch die freundlichen Adressen Angriffe schwerer fallen. Wem das nicht reicht findet auch eine Black- und Whitelist für IP-Adressen und User-Agenten, Schnittstelle zum Projekt "Honey Pot" und eine eigene Logdatei. Alles Funktionen die eine sinnvolle Ergänzug darstellen und die Komponente positiv von der Masse abheben. Passend zum Thema hat Werni gestern noch eine Anleitung zur Installation von sh404Sef geschrieben die ihr hier findet. Den aktuellen Download der Komponente selbstverständlich auch.
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