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Gespanntes Warten auf Joomla 2.5
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20. Dezember 2011
Der Januar rückt schnellen Schrittes näher, und damit auch der Erscheinungstermin für Joomla 2.5 als neue Version mit verlängerten Support. Für viele Anwender nicht nur Zeit sich mit der anstehenden Migration zu befassen, sondern auch mit der Frage welche großen Vorteile sich daraus ergeben werden. Und manch einer wird sich bestimmt schon gefragt haben, wo eigentlich die umfangreichen Artikel zu diesem bevorstehenden Ereignis bleiben. Wird Joomla 2.5 doch allerorten als Meilenstein der Joomla-Entwicklung, und neuer (stabiler) Ausgangspunkt für produktive Webseiten bezeichnet. Das ist auch vollkommen richtig, wird im Zusammenhang mit der Roadmap aber leider oft falsch interpretiert. Denn viele Anwender vergessen das die Hauptarbeit bereits mit Joomla 1.6 und Joomla 1.7 erledigt wurde. Ein guter Zeitpunkt um ein klein wenig Licht in das Joomla Versions-Wirrwarr zu bringen.
Für den normalen Betreiber einer Webseite sind Versionsnummern eigentlich nichts anderes als die Information ob seine eingesetzte Software noch aktuell ist, oder ob mögliche Updates anstehen. Je weniger der Ablauf von Pflicht-Updates unterbrochen werden umso besser. Denn auch wenn solche Aktualisierungen inzwischen sehr komfortabel über das Joomla-Backend vorgenommen werden können, bergen sie je nach zusätzlich installierter Software Risiken, oder binden - wenn diese nicht vorhanden sind - einfach nur außerplanmäßig Zeit. Doch die Joomla Versionsnummer beinhalten noch weitere Informationen, mit denen - nach dem neuen Schema -sofort ersichtlich ist, wie lange der offizielle Support zur Verfügung steht und für welchen Einsatzzweck sie gedacht ist.
Grundsätzlich teilt sich Joomla in zwei unterschiedliche Entwicklungsstränge auf: Testversionen in denen die Programmierer neue Ideen und Konzepte ausprobieren, und „stabile" Versionen in denen die so gesammelten Erfahrungen einfließen. Joomla 2.5 wird so eine „stabile" Version sein, in denen die Vorarbeit von Joomla 1.6 und Joomla 1.7 vereint wird. Das erklärt übrigens auch, warum die Unterschiede zwischen 1.7 und 2.5 eher moderat ausfallen werden. Denn die wirklich großen Änderungen wurde bereits beim Sprung von 1.5 auf 1.7 mit dem neuen ACL (Rechtesystem) vollzogen. Und die nächsten Umbauarbeiten dieser Art stehen erst wieder für den Schritt von 2.5 auf 3.0 an. Das könnte beispielsweise die vollständige Trennung zwischen Joomla-Framework und den Joomla-Erweiterungen, sowie das strikte Auslagern der bisher mitgelieferten Komponenten „com_content", „com_weblinks" usw. sein. Aber bevor wir ganz weit abschweifen, lieber zurück zur Joomla-Roadmap.
Für Joomla Anwender ergeben sich mit der neuen Versionspolitik eigentlich immer zwei mögliche Alternativen. Nutzer die viel Wert auf Stabilität und auf möglichst wenige Updates legen, halten sich am besten an die Versionen mit einer Fünf hinter dem Komma (Joomla 1.5, Joomla 2.5, Joomla 3.5 usw.). Denn hierbei handelt es sich um die Pakete mit Langzeit-Support (18 Monate), bei denen nur noch Sicherheitslücken und Bug geschlossen werden. Wobei man allerdings kritisch anmerken darf, dass 18 Monate Support für eine LTS (Long Term Support) eher kurz erscheinen. Denn dort wo man dieses Konzept abgeschaut hat, bei Ubuntu Linux, beträgt diese Zeitspannen immerhin 3 Jahre.
Joomla Anwender die dagegen gerne experimentieren, nehmen zusätzlich die Zwischenschritte (von mir einfach mal provokativ „Testversionen" genannt) in Form der Pakete mit einer Null, beziehungsweise irgendeiner Zahl hinter dem Komma mit. Denn darin implementieren die Joomla Entwickler neue Konzepte, erproben deren Tauglichkeit für die tägliche Arbeit und sammeln Erfahrungen für die nächste LTS-Version. Dabei sind sie aber eigentlich nur ein Zugeständnis für all jene kritischen Stimmen, denen die Zeiträume zwischen zwei Versionen mit Langzeit-Support zu lang waren, und die mehr an der aktuellen Entwicklung teilhaben wollten. Damit kommen interessierte Nutzer zwar schneller an neue Funktionen, erkaufen dies allerdings mit einem eingeschränkten Support von nur sechs Monaten, und den damit anstehenden häufigeren Updates. Ausserdem ist fraglich wie weit sich Entwickler von Komponenten diesen zusätzlichen Arbeitspensum anschließen.
Für Betreiber einer Webseite mit Joomla 1.5 ist der nächste Schritt das Update auf Joomla 2.5 im Januar nächsten Jahres, und dann erst wieder mit der Joomla 3.5 Mitte 2013. Natürlich spricht nichts dagegen sich zwischendurch auch die dann gerade aktuellen Testversionen anzusehen, für produktive Webseiten sind sie allerdings weniger geeignet.


